Mittwoch, 25. Juni 2014

Polarkreis

25. Juni ■ Juuma - Sallatunturi (81 km + 18 km nach Salla und zurück)

Start war heute kurz vor 10 Uhr bei 4°C. Kaaaaalt war das... Der Wind kam uns heute den ganzen Tag entgegen; mit 2 "Vorteilen": Training der Beinmuskeln und ständige Frische im Gesicht. Und vom Regen blieben wir wieder verschont. Also "passt schon".

Nach 10 Kilometern Schotter kamen wir auf die nach Norden führende Straße Nr. 950 mit recht geringem Verkehrsaufkommen. Diese fuhren wir die gesamte Zeit bis Salla.
Lappland

Der Einstieg zum Bärenpfad
Die Landschaft ist, wie eigentlich jeden Tag, nicht besonders aufregend: flacher als vorgestellt, niedriger Wildwald mit flächendeckend Preiselbeeren, Sümpfe und kleine, meist klare Seen. In dieser Gegend wohnen nur wenige Leute. Hier lässt sich offenbar keine Landwirtschaft betreiben. Kurz vor Mittag verließen wir Nordösterbotten und erreichten Lappland.
Der "falsche" Polarkreis...

...und das ist er wirklich
Nach einigen weiteren Kilometern kamen wir in das Dorf Hautajärvi (270 Einwohner). Das war das größte Dorf auf der heutigen Strecke. Hier befindet sich der nördliche Einstieg in den großen Bärenpfad mit einem sehr schön gestalteten Informationszentrum. Praktischerweise wird dort gleich der Polarkreis ausgewiesen, obwohl dieser (ohne Markierung) noch einige Kilometer nördlich liegt. Na ja, dann haben wir heute eben 2 Polarkreise gemeistert: den offiziellen und den geographischen.

Am richtigen Polarkreis gab es dann noch einmal einen kurzen Fotostop. Wir wurden standesgemäß mit einer Temperatur von 8°C und kaltem Wind vom Polarmeer begrüßt. Von hier sind es jetzt 2.602 Kilometer Luftlinie bis zum Nordpol und 1.969 Kilometer bis nach Chemnitz (in das Büro von Software-Concept). Bis hierher saßen wir 1.329 Kilometer im Sattel.

Nobelunterkunft mit Sauna
Nur noch 104 Kilometer 
bis zum Supermarkt
Unterkunft haben wir heute in der bisher schönsten Blockhütte im Skizentrum Sallatunturi kurz vor Salla gefunden. Die Hütte oder besser das Blockhaus ist erst 4 Jahre alt und sehr gut und mit viel Holz ausgestattet: neue Küche, Sauna usw. Holz gibt es hier im Überfluss. Jetzt im Sommer stehen die Hütten jedoch zu hohem Anteil
leer.

Panzersperre in Salla (Salpalinie)
Da es hier aber weder einen Dorfladen noch eine Pizzeria gibt, fuhren wir knapp 10 km nach Salla (3.900 Einwohner). Slogan der Stadt: "In the middle of nowhere". Passt gut.

Dort bestellten wir 2 und bekamen wegen einer Verwechslung 3 Pizzen ;-). Nach zweieinhalb Pizzen gaben wir auf...