Sonntag, 8. Juni 2014

Finnland, wir sind wieder da!

8. Juni ■ Helsinki - Loviisa (95 km)

Die Einfahrt der Fähre in den Hafen durch die der Küste vorgelagerten Schären war, wie schon im letzten Jahr, ein Erlebnis, wenn auch etwas getrübt durch leichten Nieselregen, der jedoch später glücklicherweise der Sonne wich.

Gegen 10 Uhr 30 saßen wir auf dem Rad. Die Fahrt startete in diesem Jahr gen Osten. D.h., wir verließen die Hauptstadt Finnlands recht schnell und fuhren auf einer relativ ruhigen Straße, parallel zur E18, die Helsinki mit St. Petersburg verbindet. Wider Erwarten gab es einige Hügel zu überwinden.

"Schwedisch" Finnland
Wir befinden uns hier in dem Teil Finnlands, der einen hohen Anteil schwedischer Muttersprachler hat: alles ist zweisprachig ausgeschildert, die schwedischen Namen meist über den finnischen. Vielerorts sieht man gemischt schwedisch-finnische Flaggen vor den Häusern. Für das Sprachverständnis war es für uns eine ziemliche Erleichterung. So haben wir  uns wieder einige finnische Wörter erschlossen.

Unterwegs erblickten wir eine Teppichwaschanlage, die es wahrscheinlich in dieser Form nur in Finnland gibt.

Zuguterletzt  ging es durch herrliche Landschaft (Wald) entlang des Kungsvägen (Königsstraße)...

Blick vom Helinox-Stuhl ;-)
Der Campingplatz in Loviisa, schön am Wasser gelegen, hatte leider schon geschlossen. Ein Anruf beim "freundlichen" Besitzer mit dem Angebot, die Campinggebühr morgen früh nachzuzahlen, half nicht weiter. Er drohte mit 70 Euro Strafe, falls wir unser Zelt aufbauen.

So sitzen wir jetzt ein paar 100 Meter weiter am Seeufer und lassen es uns gut gehen. Allerdings fiel damit unser geplanter Stadtbummel ins Wasser, da wir unser Sack und Pack nicht unbeaufsichtigt lassen wollten. Dafür genießen wir aber die letzten Sonnenstrahlen (21.30 Uhr) bei Vogelgezwitscher und Linsensuppe sowie dem leckeren finnischen Brot (trotz Feiertag war der Supermarkt in größeren Orten geöffnet).