Montag, 9. Juni 2014

E18 - Nichts für die Sinne

9. Juni ■ Loviisa - Vilniemi (88 km)

An das Campen müssen wir uns wieder gewöhnen, so richtig gut hat heute noch keiner von uns beiden geschlafen. Um 6 Uhr 30 Uhr krochen wir aus dem Zelt und nach einem dicken Kaffee sah die Welt schon viel besser aus. Als wir gerade beim Frühstück saßen, kam ein Holländer mit seinem Hund vorbei. Seine Sprach- und Insiderkenntnisse (er spricht 4 Sprachen; finnisch, schwedisch, englisch und "natürlich" deutsch und wohnt seit 10 Jahren hier) ermöglichten ein nettes Gespräch.

Die Strecke war heute eher nicht so schön und ich (Andreas) hatte stellenweise Motivationsprobleme. Es ging größtenteils entlang der Europastraße E 18, die hier gerade zur Autobahn "veredelt" wird. 

Um ein bisschen vom Lärm und Gestank wegzukommen, fuhren wir relativ große Umwege, welche uns meist auf Schotterstraßen bergauf und ab führten. Die Eiszeit hat hier ganze Arbeit geleistet... In den Wäldern liegen riesige Findlinge.

Gegen Nachmittag fuhren wir nördlich an Kotka (54.000 Einwohner) vorbei. Hier befindet sich der größte Hafen Finnlands und ein Atomkraftwerk. In Hamina verabschiedeten wir uns von der E18 und schwenkten nach Süden an die Küste. Hier, kurz vor der russischen Grenze, sieht und erkennt man sehr viele Russen. Viele Schilder sind zu unserem Glück auch russisch beschriftet.

Der erste Regenguss, der wohl auch laut Wetterprognose etwas Abkühlung bringen wird, vertrieb uns beizeiten vom Ostseestrand, wo wir heute Nacht auf einem Zeltplatz campieren.