Freitag, 27. Juni 2014

Entspanntes Radeln

27. Juni ■ Savukoski - Sodankylä (97 km)

Heute war entspanntes Radeln angesagt: gutes Wetter, sehr schöne Strecke und wenig Verkehr. 

Das Streckenprofil ist insgesamt, im Vergleich zu Südfinnland, weniger hügelig. 

Heute war es noch dazu ideal: Die erste Hälfte flach zur Einstimmung und Erwärmung; nach dem Mittag dann ziemlich lang gezogene und bis zu 8% steile Steigungen, die uns wieder warm werden ließen und forderten. Und die letzten etwa 25 km waren so zum "Ausrollen", also wieder schön flach.

Beleuchtete Dorfstraße
in Tanhua
Heute gab es für das Navi
nicht viel zu tun
Zuerst ging es 12 Kilometer nach Norden und dann meldete das Navi: "Nach 74 Kilometern nach rechts abbiegen". Die Straße 967 ist durchgehend asphaltiert, größtenteils einspurig mit Ausweichmöglichkeiten und verläuft Richtung Westen. Die Landschaft ist durch Moore geprägt. Es gibt sehr viele Naturschutzgebiete. Es war eine der bisher schönsten Straßen, Lappland vom Feinsten...

Im kleinen Ort Tanhua (mit Tankstelle und Dorfladen) gab es Mittag.

"Zentrum" von Tanhua: Markt
und Tankstelle
Gegen Nachmittag erreichten wir den sehr gepflegten Campingplatz von Sodankylä (8.800 Einwohner) und haben uns hier in einer kleinen Hütte einquartiert. Der größte Luxus aber ist die vorhandene Waschmaschine.

Das Publikum ist international, neben uns wohnen noch Polen und Finnen (mit "dicken" Motorrädern). Und in Wohnmobilen (WoMo's) neben Deutschen, auch Schweizer und Österreicher. 

Mittag im Bushäuschen
Endspurt (und Finger)
Hier trafen wir außerdem einen Radler aus Deutschland und einen aus Lyon in Frankreich (der uns, mit Unterbrechungen, bis Mehamn begleitete), welcher schon 9.000 Kilometer gefahren ist (Italien-Griechenland - Nordkap). Nach einer sehr netten Unterhaltung stand neben dem obligatorischen Mahl eine kurze Stadtbesichtigung an. Diese war recht übersichtlich und außer einer alten Holzkirche von 1689 (die älteste ihrer Art in Finnland) gab es keinerlei Sehenswertes. 

So viele Radtourenfahrer wie heute haben wir bisher noch nicht gesehen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass es von hier aus nur eine einzige Straße nach Norden gibt (leider eine Europastraße), von der aus man erst nach 270 Kilometern, nahe Inari, auf eine Nebenstraße ausweichen kann.