29. Juni ■ Tankavaara - Inari (110 km)
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| Eine Bucht am Inarisee |
Auch heute folgten wir, mangels Alternative, der E4. Die Strecke war leider nicht mehr ganz so flach wie gestern, aber immer noch so, dass wir nicht in die kleinsten Gänge schalten mussten.
Nach einigen Kilometern erreichten wir Saariselkä (300 Einwohner). Dies ist ein schmuckloses Wintersportzentrum mit Tankstelle und Einkaufsmöglichkeit. Im Sommer kann man von hier aus im nahe gelegenen Nationalpark wandern.
Wir befinden uns jetzt in der Gemeinde Inari. Auf einer Fläche der Größe von Thüringen leben etwa 6.700 Menschen. Große Teile sind unbewohnte Wildnis und Naturschutzgebiete.
Kurz vor unserem Zwischenziel Ivalo erreichten wir bei 350 Höhenmetern bereits die Baumgrenze; nur noch einzelne Minibäume und Sträucher waren zu sehen. Dies ist die Tundra, wie sie uns in der Finnmark in Norwegen erwarten wird.
Ivalo (nach ca. 60 km) ist mit 3.400 Einwohnern der größte Ort in Nordlappland. Bis nach Murmansk sind es von hier nur noch 303 Kilometer. Wie fast alle Orte hier wurde auch Ivalo von der Wehrmacht zerstört und ist deshalb recht schmucklos. Nach einem leckeren Dönersalat fuhren wir weitere 25 Kilometer am Ufer des Inarijärvi entlang. Das ist der drittgrößte See Finnlands und der sechstgrößte Europas (etwa doppelt so groß wie der Bodensee). Laut Wikipedia kann der See bis in den Juni hinein zugefroren sein.
Unser Heim haben wir heute auf dem Campingplatz Uruniemi in Inari bezogen; ein kleines Dachquartier mit allem was man so braucht im Kleinformat und wie immer fast alles in Holz. Ganz gemütlich.
Inari ist ein kleiner Ort mit 459 Einwohnern. Hauptanziehungspunkt ist das Samenmuseum, welches alles Wissenswerte über Lappland und die hiesige Geschichte und Kultur der Ureinwohner, der Sami, vermittelt. Dies hat auch zum Ziel, das Mitspracherecht dieser Minderheit zu erhöhen.
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Ein Bierchen bei strahlendem Sonnenschein
gegen 22.30 Uhr
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Das Wetter hier im Norden ist sehr wechselhaft und launisch. Mehrmals am Tag sah es aus wie "Weltuntergang" und dann folgte wieder Sonnenschein mit einer Mittagstemperatur von 21°C.
Jetzt (nach 22 Uhr) sitzen wir bei strahlender Sonne aus Nordwest im Freien auf der kleinen Veranda. Verrückt... Man muss darauf achten, dass man nicht vergisst, zu schlafen. Sandi ist nur aller 3-4 Tage vor Mitternacht müde; aber dann ist der Schlaf besonders tief und die pure Erholung.
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0.30 Uhr - die Sonne steht genau im Norden
und wärmt sogar
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| 0.30 Uhr - Der Blick nach Osten - es ist taghell |





