Sonntag, 15. Juni 2014

Nordkarelien

15. Juni ■ Rönkönvaara - Nahe Polvijärvi (94 km)

Gleich kocht das Wasser ...
und das Frühstück ist fertig
Heute erreichten wir die Landschaft Nordkarelien. Das klingt irgendwie nach Einsamkeit und Kälte. So war es aber nicht, im Gegenteil, wir fuhren bei bestem Wetter durch eine schöne, dörfliche Landschaft.

Wir starteten gegen 10 Uhr. Nach einigen Kilometern Schotterhügel folgten fast nur noch Asphaltstraßen, die uns nach Norden führten. Das klingt nicht besonders spannend; jedoch durch das ziemlich ebene Streckenprofil kamen wir zügig voran.

Leckeres Lakritzeis
In Liperi, einer Gemeinde mit 12.000 Einwohnern gab es zu Mittag Hamburger (die Finnen sagen dazu Hampurilainen). In der Gemeinde Liperi stehen 3.000 Ferienhäuser. Außerdem ist dies die Kornkammer Nordkareliens. Man darf hier keine riesigen Felder wie bei uns zu Hause erwarten, sondern dies passiert eher auf finnische Art: einzelne Felder zwischen den Wäldern. Zum Nachtisch gab es dann noch eine finnische Spezialität: Lakritzeis.

Frisch gestärkt fuhren wir wieder, nun fast geradeaus, weiter nach Norden. Wir ließen Joensuu, die Hauptstadt Nordkareliens, 20 Kilometer östlich liegen und erreichen schließlich Polvijärvi. Die einzige Regenwolke weit und breit erfrischte uns noch etwas, bevor wir am Waldrand unser Lager errichteten. Heute gibt es elend viele Mücken, die nur durch Chemie und spezielle Bekleidung halbwegs zu bändigen sind.

Wie schon im letzten Jahr, kommt man bei vielen Gelegenheiten mit freundlichen Finnen in's Gespräch. Sie interessieren sich für uns und unsere Reise. Radfahrer sieht man relativ viele, vom Alltagsradler mit Einkaufskörbchen bis hin zum Sportler. Gegrüßt wird meist. Selbst Autofahrer grüßen schon auf wenig befahrenen Strecken.