Mittwoch, 9. Juli 2014

Rückkehr nach Finnland

9. Juli ■ Kirkenes - Sevettijärvi (90 km)

Denkmal zu Ehren
der sowjetischen
Soldaten
Kurz nach 9 Uhr verließen wir das Schiff in Kirkenes. Die Stadt ist nicht besonders anziehend und sehenswert, da sie im 2. Weltkrieg komplett zerstört und danach neu aufgebaut wurde. Es wurden 300 Luftangriffe gegen die Stadt geführt. Ein Denkmal erinnert an die Befreiung im Herbst 1944 durch die Sowjetunion. Außerdem gibt es noch einen zum Museum ausgebauten Luftschutzbunker und das sog. Grenzlandmuseum, welches an die Zeit des 2. Weltkrieges erinnert. Kirkenes liegt sehr nah an der russischen Grenze, viele Beschriftungen gibt es in russisch und norwegisch.

Bei grauem, wolkenverhangenem Himmel verließen wir die Stadt auf der viel befahrenen E6 Richtung Westen; 35 nervige Kilometer. Einige Autofahrer sind ziemlich rücksichtslos. Norwegen verabschiedete sich mit dem Panorama des Neidenfjorden, bevor wir auf eine Nebenstraße nach Inari abbogen.

Hurra, es gibt wieder Bäume
Abschied von Norwegen 
und seinen Fjorden
Interessant war, wie sich auf kurzer Strecke die Landschaft änderte: in Kirkenes die typisch norwegische  Fjordlandschaft und Birkenwälder. In Finnland dann plötzlich kleine Seen und Kiefernwälder; alles ist viel grüner.

Der Neidenelva kurz vor der finnischen Grenze
Der anfänglich graue Himmel hatte sich zwischenzeitlich in strahlenden Sonnenschein verwandelt. Mittag gab auf einem sehr schönen Rastplatz kurz vor der finnischen Grenze. Das Fahren auf der nur leicht hügeligen Straße durch die schöne Landschaft war ein Genuss. Anderseits haben wir beide festgestellt, dass wir mittlerweile fast übersättigt von Eindrücken sind und
diese alle noch verarbeitet werden wollen. Wir freuen uns auch schon auf zu Hause.

Endlich wieder "ordentliche" Ortsnamen
Kurz nach dem Grenzübergang erreichten wir ein wirklich gottverlassenes Dorf, Näätämö mit Supermarkt, Tankstelle und Reparaturwerkstatt inklusive riesigem Reifenhaufen. Dort frischten wir, wie auch viele Norweger, unsere Vorräte auf, da wir in Norwegen recht bescheiden gelebt hatten (wir kamen uns vor, wie früher in Ungarn). 

Die finnische Landschaft
Nach 40 km Genussradeln erreichten wir Sevettijärvi, wo wir in einer Hütte untergekommen sind. Die Mücken sind in diesem Jahr zahlreich (der Winter war sehr mild) und fleißig, so dass wir vom Besitzer des Campingplatzes eine weitere Art der Gegenwehr kennenlernten; eine Spirale, die angezündet wird und mit einem nicht unangenehmen Duft (weihrauchähnlich) die hartnäckigen Biester vertreibt.
Es gibt hier sehr viele kleine Seen