Freitag, 4. Juli 2014

Eine Halbinsel für uns allein

4. Juli ■ Mehamn - Bispen-Halbinsel - Mehamn (17 km Rad, ca. 12 km zu Fuß)

Im Winter darf nur zu 
bestimmten Zeiten auf 
den Straßen in Kolonne 
gefahren werden.
 Im Mai lag der Schnee 
dort noch 2m hoch.

Heute vormittag lernten wir Mehamn näher kennen. Die Stadt- oder besser Dorfbesichtigung ging aufgrund der überschaubaren Größe des Ortes schnell vonstatten. Und so brachen wir kurz nach dem Mittag zur Wanderung auf die östlich gelegene in die Barentsee ragende Halbinsel Bispen auf.

Blick zum Kinnarodden (ganz hinten), 
dem nördlichsten Punkt des
europäischen Festlandes
Auf dem Weg
Zuerst fuhren wir mit dem Rad ca. 8 km Richtung Gamvik. Von dort wanderten wir auf weglosem Gelände, zumeist auf Steinen oder typischer Hochgebirgsvegetation in Richtung Nordpol ;-). In stetigem Auf und Ab erreichten wir das Ende der Halbinsel. Da sich auf dem Rückweg auch die grauen Wolken verzogen und endlich die Sonne schien, boten sich beeindruckende Bilder. Die schon genannte Vegetation ist wie in den Alpen in etwa 2.500 m Höhe, aber eben direkt am Meer.
Überlebenskünstler
Das Polarmeer

Den ganzen Tag trafen wir keinen Menschen, höchstwahrscheinlich waren wir heute die einzigen auf der Halbinsel.

Sandi loggte einen Geocache, der seit September 2013 nicht gefunden worden war. 

Blick zum Nordpol
Und für die Statistik: wir erreichten heute unseren bisher nördlichsten Punkt auf 71°5,1'N 28°3,5'O. Bis nach Chemnitz sind es 2.380 km, bis Dresden 2.344 km Luftlinie, also mehr als von hier zum ca. 2.110 km entfernten Nordpol. Helsinki ist 1.222 Kilometer entfernt.

In den nächsten 3 Tagen gehen wir zum Kinnarodden, dem nördlichsten Teil des europäischen Festlandes. Um den Akku zu schonen, werden wir voraussichtlich in dieser Zeit keine Berichte schreiben. Bis bald!

Auf dem Rückweg
Und auch ein großes Danke schon mal an dieser Stelle an alle, die interessiert und in Gedanken dabei sind.